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Spur H0


Die österreichische Einphasen- Stromversorgung von 16 2/3 Hertz war für eine ausreichende Regelung der Zugkraft mittels der seinerzeitigen Einphasenmotoren nicht geeignet, es gab keinen gleichmäßigen Anstieg der Leistung; 1923 versuchte der Ing. Kando, der Vater der italienischen Drehstromloks, das Hindernis mit den beiden Versuchslokomotiven BBÖ 1180 und BBÖ 1470 zu überwinden, eine mit großen Rädern und eine mit kleinen Rädern, indem er durch einen Wandler die Einphasenspannung der Fahrleitung in eine geringere, jedoch mit  2, 3 und 4 Phasen, transformierte, so dass er von den Motorwicklungen besser angenommen wurde. Das Ergebnis entsprach trotz der entwickelten 2000 kW nicht den Erwartungen und diese beiden Projekte wurden eingestellt.
 

BBÖ 1082 (später E88.301)

1931 wollten die Siemens-Schuckert-Werke ein neues technisches Konzept testen, bei dem ein mit der Netzspannung betriebener rotierender Phasenwandler an zwei Dynamos gekoppelt wurde, welche  einen Gleichstrom erzeugt hätten, der viel einfacher zu regulieren gewesen wäre; derselbe 3000 V Gleichstrom, der in Italien bei den hervorragenden E626-Lokomotiven so erfolgreich war.

 

So begann das Projekt "1082", in dem Siemens die elektrische Ausrüstung lieferte und die Lokomotivfabrik Floridsdorf für den mechanischen Teil sorgte. Das Ergebnis dieser Aktion war ausgesprochen originell, da die elektrischen Komponenten in einem zylindrischen Gehäuse angeordnet waren und es nur einen Führerstand an einem Ende gab, auch dank der Kuppelstangen, die es wie eine Dampflokomotive ohne Kamin aussehen lies, aber mit zwei Stromabnehmern ausgestattet, als wäre die Erwärmung des Wassers der elektrischen Energie und nicht der Kohle anvertraut ... Eine majestätische Lokomotive mit 5 Antriebsachsen und zwei Bissel, die keinem bis dahin gesehenen Vorbild unter den Elektroloks folgte. Sie selbst unterscheidet sich auf der linken Seite von der rechten Seite; konnte man etwas anderes erwarten? In der folgenden Zeichnung sehen Sie den Aufbau, der diese faszinierende Lokomotive zum Leben erweckt hat.

 

Locomodel konnte natürlich nicht unempfänglich gegenüber einem solchen Charme bleiben, je mehr Lokomotiven in der Geschichte des technischen Fortschritts verankert sind, desto mehr stellen sie einen Anreiz dar, sie zu reproduzieren.

Hier ist der BBO 1082 in all seiner kraftvollen Pracht. Wie immer komplett aus Metall, raffiniert in jedem Detail, ist sie heute bereit, auf den Tisch eines jeden guten Modellbauers zu gelangen, der eine wichtige Seite der Geschichte in seine Sammlung einfügen möchte und mit seinen eigenen Händen eine Lokomotive baut, die sich von allen anderen unterscheidet- einmalig und  faszinierend. Hier sind zwei Fotos des in sich der Bauphase befindlichen Musters, die die beiden absolut unterschiedlichen Seiten darstellen.

Zuerst die linke Seite ...

 

...und dann die rechte

 

Es ist immer noch viel Arbeit nötig, um diese Lok fertig zu stellen, aber ich garantiere, dass ich sie fertig und funktionierend nach Nürnberg bringe. In der Zwischenzeit entwerfe ich auch die Bauanleitung und starte ein Tutorial, das Schritt für Schritt das notwendige Vorgehen aufzeigt. Noch etwas Geduld ...

 

Übersetzung von Dr. Go Fleiter, Düsseldorf

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